Schamanisches
Die Schamanische Philosophie ist die älteste Philosophie auf der Erde und wird seit Urzeiten auf allen Kontinenten gelebt und praktiziert. Das Leben der Schamanen steht im Dienste der Gemeinschaft und im Dienste der Schöpfung.
Alles was existiert, ist von Gott geschaffen und beseelt: Mineralien, Pflanzen, Tiere, Menschen, das ganze Universum.
Die Schamanen praktizieren die absichtslose Liebe und den verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst und der Natur. Schamanismus ist keine Religion, jedoch finden die religiösen Weltanschauungen darin ihren Raum.
Schamanen arbeiten charakteristischerweise in einem veränderten Bewusstseinszustand. Sie erhalten ihr Wissen aus anderen Ebenen, welche sich vom Alltagsbewusstsein unterscheiden. Diese Heiltechniken und Methoden zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit sind seit Urzeiten erprobt und angewandt.
„Stehe auf und wandle in Schönheit“
Schamanische Techniken wende ich innerhalb der Systemaufstellungen, in Einzelterminen und Gruppen an.
Zeremonien
In Zeremonien kommt eine Gruppe von Menschen zu verschiedenen Anlässen im Kreis zusammen: z.B. Jahreszeitenfeste, Heilungszeremonien, Wechsel und Übergänge im Leben der Menschen wie Geburt, Hochzeit u.v.mehr.
Durch das Anrufen der Kräfte, aus denen das Universum zusammen gesetzt ist, wird ein Reißverschluss in andere Dimensionen geöffnet. Wir schaffen so einen geweihten und geschützten (Arbeits-)Raum.
Zeremonien werden für den Kreis der anwesenden Menschen gefeiert und immer auch für den ganzen Menschenkreis.
Ich bin ein Kreis und heile dich,
du bist ein Kreis und du heilst mich …
Medizinlied
Die Jahreszeitenfeste
Lichtmeß ca. 2.2., bei zunehmendem Mond Walpurgi ca. 1.5., bei Vollmond Kräuterweih ca. 15.8., bei abnehmendem Mond Halloween ca. 1.11., bei Neumond
werden als lunare Feste bezeichnet und gefeiert.
Wer die Natur genau beobachtet, wird feststellen, dass zu dieser Zeit die Energie der Jahreszeiten wechselt.
Zu Lichtmeß kehrt das Licht zurück, wie der Name schon sagt. Die Schneeglöckchen blühen, Krokusse und Narzissen kommen aus der Erde, die Tiere paaren sich. Der Frühling beginnt, ein guter Zeitpunkt sich zu fragen: Was will werden in diesem Jahr?
An Walpurgi beginnt die Sommerzeit. Die Bäume sind grün, die Pflanzenwelt hat sich entfaltet, die Tierkinder sind geboren. Die Sonne steigt immer höher, die Tage werden länger: Zeit des Genießens, Erlebens und der Sinnlichkeit.
Zu Kräuterweih erleben wir die ersten Herbstnebel, die Tage werden merklich kürzer, das Laub beginnt sich verfärben. Das Korn wird geschnitten. Wir nehmen die Fülle. Die Heilkräuter, Tee- und Gewürzkräuter sollten zu diesem Zeitpunkt geerntet sein.
Mit Halloween beginnt die dunkle, kalte Jahreszeit. Die Ernte ist abgeschlossen, Zeit der Innenschau und Reflektion. Die Zugvögel sind abgereist und viele Tiere beginnen ihren Winterschlaf. Das Pflanzenleben zieht sich zurück ins Unterirdische, die Menschen rücken in ihren Häusern näher zusammen.
Die lunaren Feste liegen genau zwischen den vier Sonnenfesten:
Frühjahrs-Tag-und-Nacht-Gleiche 20.3.
Sommer-Sonnenwende 21.6.
Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche 23.9.
Winter-Sonnenwende 21.12.
Mit den Sonnenfesten feiern wir die Höhepunkte der Jahreszeiten. Seit altersher werden diese Jahreszeitenfeste in vielen Kulturen zeremoniell gefeiert. Durch unser Mitfeiern können wir uns einklinken in dieses Netzwerk, und so zur Erdheilung beitragen.
Wir erfahren die kosmischen Rhythmen und Zyklen auf diese Weise ganz direkt und binden uns wieder an die Naturkräfte an. Diese Verbundenheit, die durch die Hingabe an etwas Größeres erfolgt, wirkt noch lange stärkend für uns Menschen in unserem Alltag, führt uns ein Stück mehr in den Einklang. Oft feiern wir mit einer Schwitzhüttenzeremonie oder einer Medizinradzeremonie.
Die Schwitzhütte
wurde schon in vielen alten Kulturen als Zeremonie der tiefen Reinigung und Erneuerung gefeiert. Hier schaffen wir einen geweihten Raum, treten in engen Kontakt mit den Naturkräften, klären unsere Gefühle, bitten für uns und Andere, lassen Altes los und öffnen uns für Neues.
So können wir dann gereinigt, gestärkt und ausbalancierter „neu geboren“ werden.
Das Erklären der Zeremonie, ihre praktische Vorbereitung, kleine Rituale und Meditationen stimmen uns ein für die Schwitzhütte am Abend.
Am nächsten Tag werden wir nach dem gemeinsamen Frühstück und Abdecken der Hütte unsere Erlebnisse und Erfahrungen im Kreis teilen und vertiefen.
